Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 690

Wassumbwa, Zweig der Wanjamwesi (s.d.), doch mit unverkennbarer hamitischer Blutmischung, indem die langdauernde Herrschaft der Wahuma (s.d.) ihre Spuren zurückgelassen hat. Die W. bevölkern die Landschaften Uschirombo, Mbogwe, Ugomba, Utambala und andere Teile des nordwestlichen Unjamwesi in Deutsch-Ostafrika; sie haben vor langer Zeit die Herrschaft der Wahuma abgeschüttelt, sich später auch der vom Süden her eingedrungenen kaffrischen Watuta (s.d.) erwehrt und sind nun friedliche Ackerbauer, wie die übrigen Wanjamwesi auch. Ethnographisch zeigt ihre Kultur bereits Übergänge zum Seengebiet, indem sie in Kuppelhütten mit bis zur Erde reichendem Dach wohnen, schon Bananen bauen und Wahumawaffen führen.

Literatur: Graf Götzen, Durch Afrika von Ost nach Weist. Berl. 1895. - Kandt, Caput Nili. Berl. 1904.

Weule.