Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 668 f.
Wandonde, zu den Wangindo (s. d.) gehörige Bantuvölkerschaft im südlichen Deutsch -Ostafrika, in der Landschaft Donde, aber auch in vielen anderen Teilen des Südostens von Deutsch - Ostafrika. Die W. gehören zu den zahlreichen Stämmen, die durch die Einfälle der Wangoni (s. d.) über ein weites Gebiet verstreut worden sind. In Donde selbst haben sie sich in dichterer Masse zu halten vermocht, einmal durch den Schutz des dichten Buschwaldes dieser Landschaft, sodann durch die Rücksicht der Wangoni (s. d.), die das Land als Verpflegungsstation benutzen mußten.

Literatur: Fuchs u. Booth, Die, wirtschaftl. Erkundung einer ostafrikanischen Südbahn. Berl. 1905. - Oberländer, Eine Jagdfahrt nach Ostafrika. Berl. 1903. - Arning, Wanderungen im ostafr. Aufstandsgebiet. DKolZtg. 1905. - Derselbe, Das Dondeland und seine Bewohner. Ebenda 1905.

Weule.