Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 666

Wambunga, Wabunga, die Bevölkerung des unteren Ulangatals in Deutsch- Ostafrika. Die W. sind allem Anschein nach wirkliche Sulu (s.d.), die erst vor wenigen, Jahrzehnten den Ulanga abwärts gezogen sind, gedrängt von ihren Stammesgenossen, den im Süden verbliebenen Wangoni (s.d.). In der älteren Kolonialliteratur werden die W. meist als Mahenge bezeichnet, was nach Arning davon herrührt, daß die ersten W., mit denen die Europäer in Berührung kamen, aus der Landschaft Mahenge stammten. Mahenge ist also ein geographischer, kein ethnographischer Begriff. Ein Teil der W. ist übrigens in den Kämpfen mit den Wahehe (s.d.) über den Ruaha in die Gegend von Kisaki gezogen, wo sie heute einen schätzenswerten Bevölkerungsbestandteil bilden.

Literatur: Arning, Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1896, 1897. - Engelhardt, Meine Reise durch Uhehe, die Ulangniederung und Ubena. Zeitschr. f. Kolonialpol. u. Kolonialwirtsch. 1901/2. - von Grawert, KolBl. 1904.

Weule.