Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 666

Wambugwe, Wambukwe, von den Massai Ltoroto genannt, mit Hamitenblut durchsetzter Bantustamm im abflußlosen Gebiet von Deutsch - Ostafrika, auf der Grabensohle am Südende des Manjarasees. Die W. sind stolz und kriegerisch, doch sind sie neuerdings stark mit Küstenleuten untermischt, die das alte Volkstum rasch verwischen. Wohnform ist die hier nur brusthohe Tembe, Hauptbeschäftigung die Zucht des Buckelrindes und des Esels. Die Felder liegen nicht auf der Grabensohle selbst, sondern an dessen Abhängen. Gebaut werden fast nur Sorghum und Tabak. Nach Baumann fehlt den W. die Vielehe, der Kindesmord und die Sklaverei. Eines Stammes mit den W. sind die Warangi (s.d.).

Literatur: O. Baumann, Durch Massailand zur Nilquelle. Berl. 1894.

Weule.