Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 665 f.

Wambugu, d.h. Leute des Graslandes (mbugu), Zweig der Wakuafi (s.d.) in der Landschaft Kwambugu in Westusambara in Deutsch-Ostafrika, nördlich von Masinde. Die W. sind nach Baumann erst vor wenigen Generationen aus dem Paregebirge, in das sie vor unbestimmbarer Zeit aus ihren Steppen gezogen waren, nach Usambara eingewandert. Ihr hoher Wuchs, der scharfe Gesichtsschnitt, der kahl rasierte Schädel, Fellmantel und Fellschurz, sowie auch das einseitige Festhalten an der Viehzucht kennzeichnen sie noch heute als Angehörige der hamitischen Rasse. Sonst haben sie jedoch alles von den Wapare (s.d.) angenommen, nur daß in der Sprache einige altertümliche Reste erhalten geblieben sind. Vom alten Kriegscharakter ist hingegen nichts mehr vorhanden.

Literatur: O. Baumann, Usambara und seine Nachbargebiete. Berl. 1891. - Derselbe, In Usambara während des Aufstandes. Wien 1890. - Storch, Sitten, Gebräuche und Rechtspflege bei den Bewohnern Usambaras und Pares. Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1895.

Weule.