Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 665

Wamatumbi. 1. Die aus Wandonde (s.d.), Wangindo (s.d.), Küstenbewohnern und anderen Völkersplittern zusammeng ewürfelte Bevölkerung der im Hinterland von Kilwa in Deutsch-Ostafrika gelegenen Matumbiberge. Die W. sind weithin berüchtigt ob ihres rohen, diebischen Charakters, der nicht einmal Händler ins Land gelangen läßt. Den Deutschen sind sie unliebsam bekannt geworden als die Urheber des Aufstandes von 1905, der von hier aus seinen Ausgang nahm. Nach dem Aufstande hat man Land und Leute besser kennen gelernt, und seit einigen Jahren werden die W. auch missioniert. Einen berufsmäßigen Monochordspieler und Barden nebst seiner Begleitung gibt die Abb. auf Tafel 203 wieder. -

2. Als W. werden vereinzelt auch die Bewohner der im Osten des Livingstonegebirges gelegenen Matumbiberge bezeichnet.

Literatur: v. Eberstein, Hatumbi, das Hinterland von Samanga. KolBl. 1897.

Weule.