Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 665

Wamatengo, die Bewohner des Matengohochlands am Ostufer des Njassa, südlich des Livingstonegebirges (s.d.) in Deutsch-Ostafrika. Die W. sind Bantu, die ihre Siedlungen aus Furcht vor den Einbrüchen der Wangoni (s.d.) zwischen den Felsblöcken und in den Schluchten des Landes versteckt und mit Umzäunungen von Euphorbien und Palisaden gesichert anlegen. Viele W. wohnen auch in Höhlen. Erst nach der Beruhigung des Landes durch die Deutschen ziehen die W. mehr und mehr ins offene Gelände. Das Dorf des Häuptlings Amahita umfaßt mehr als 1000 Hütten mit wohl 5000 Einwohnern. Die W. sind unstreitig mit die besten Ackerbauer Deutsch - Ostafrikas, denen Künstliche Bewässerung seit langer Zeit geläufig ist. Auch in der Technik des Eisenschmelzens und - bearbeitens sind sie Meister. Das Land ist für europäische Besiedlung nur in den höchsten Lagen geeignet.

Literatur: Busse, Ber. üb. e. im Auftrage d. Ksl. Gouv. ausgef. Forschungsreise. Berl. 1902.

Weule.