Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 659

Wakhutu, die ursprüngliche Bevölkerung der Landschaft Khutu in Deutsch-Ostafrika, zwischen dem Südostabhang der Uluguruberge im Norden und dem Ruaha - Rufidji im Süden. Nach Stuhlmann sind die W. den Wasaramo (s.d.), nach Hans Meyer den Wasagara (s.d.) verwandt. Stuhlmann rechnet zu ihnen auch noch die Wamhadse, Wapangala, Wagunga, Walelengwe und Wanghamba. Die W. sind durch die Einfälle der Wangoni (s.d.) und Wahehe (s.d.) an Kopfzahl recht zusammengeschmolzen und in Physis und Charakter recht entartet, so daß die in ihrem Gebiet heute unter ihnen wohnenden Wangoni und Wahehe, Wambunga und Wandongwe kolonialwirtschaftlich ein ungleich wertvolleres Bevölkerungselement bedeuten als die Urbevölkerung selbst. Wohnweise ist die weit über die Berge zerstreute Siedlung von oft gewaltiger Ausdehnung. So haben die Dörfer Dakaua und Korero je 500 - 800 Hütten.

Literatur: Thomson, To the Central african lakes and back. Lond. 1881. - v. Varnbüler, Über seine Expedition nach Kisaki. KolBl. 1892. - Stuhlmann, Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1895.

Weule.