Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 656

Wahinda, Ruhinda, Bevölkerungsteil im Zwischenseengebiet, in Unjoro, Nkole, Karagwe, Ussindja, Uganda usw., teils auf britischem Gebiet (Uganda), teils in Deutsch- Ostafrika. Nach der Tradition sind die W. eine frühere hamitische Einwanderung als die Wahuma (s.d.); von Unjoro aus wollen sie ein großes Reich Kitara beherrscht haben, das bis nach Ussindja hinunter gereicht hätte. Heute sind die W. weit seltener als die Wahuma, doch stellen sie noch überall die Herrscherfamilien, während die Wahuma den Adel bilden.

Literatur: Stuhlmann, Mit Emin Pascha im Herz von Afrika. Berl. 1894. - Derselbe, Beiträge z. Kulturgeschichte v. Ostafrika. Berl. 1909

Weule.