Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 656

Wahi, eine der vier im Ruf des Pygmäentums stehenden Völkerschaften im abflußlosen Gebiet des nördlichen Deutsch-Ostafrika; neben den Wakindiga (s.d.), Wanege (s.d.) und Wassandaui (s.d.) sollten. auch sie ein kleinwüchsiger Rest der Urbevölkerung Ostafrikas sein. Nach den Erkundigungen von E. Obst, des neuesten Erforschers dieser Gegenden, ist es zweifelhaft, ob die W. als Volkstum überhaupt noch bestehen; Obst nimmt vielmehr an, daß sie längst in den Wandorobbo (s.d.) und Wassukuma (s.d.) aufgegangen sind, nachdem sie infolge der Massaiüberfälle sich von den auf der Ostseite des Ejassisees sitzenden Wakindiga getrennt hatten und in die Wildnisse auf dem Westufer geflüchtet waren. Ein Teil der W. ist nach Obst auch in den Wakindiga aufgegangen.

Literatur: Obst, Von Mkalama im Land der Wakindiga. Mitt. d. Geogr. Ges. Hamb. 1912.

Weule.