Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 646

Wabena (s. Tafel 197).

1. Ursprünglich die Bewohner der Landschaft Utemekwira (daher auch Watemekwira genannt) in Deutsch-Ostafrika zwischen dem oberen Ruaha und dem Ostrand der großen ostafrikanischen Scholle. Die W. bildeten nach der Mitte des 19. Jahrhunderts unter Mtengere ein Reich, das schließlich bis ins Ulangatal hernieder reichte. Nach langwierigen Kämpfen sind die W. sodann um 1874 von den Wahehe (s.d.) auf das rechte Ulangaufer vertrieben worden, wo sie unter Kiwanga noch heute sitzen. In Bewaffnung und Taktik waren die W. ebenso Suluaffen (s.d.) geworden, wie alle ihre Nachbarn auch. Ißt der deutschen Herrschaft haben sie sich von vornherein auf guten Fuß gestellt.

2. W. (auch Wabaena geschrieben) ist Selbstbenennung der Wangwira (s.d.) in Deutsch-Ostafrika.

3. W. ist eine andere Benennung der Wakaguru (s.d.) um Kinole im Ulugurugebirge in Deutsch-Ostafrika.

Weule.