Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 597

Uwinsa, Landschaft in Deutsch-Ostafrika, die sich von Groß - Unjamwesi am unteren Mlagarassi (s.d.) westwärts bis etwa 30 km von dessen Mündung in den Tanganjika (s.d.) hinzieht. Der Boden von U. gehört mir zum kleinen Teil noch den Deckschichten des zentralen Urgesteinslandes, zum größeren der Zwischenseenformation (s. Zwischenseengebiet) an. Deren Sandsteine hat der Ugala - Sindi ebenso wie der Mlagarassi (s.d.) durchschnitten und sich noch in die Gneisgranit - Unterlage hineingearbeitet. In U. liegt die Saline Gottorp, nahe der Rutschugimündung (s. Mlagarassi). U. ist dank der Lage des Mlagarassi stark zertalt, auf den Höhen findet sich Buschsteppe und Miombo (s. d.), in den Tälern Buschgrassteppe und bebautes Land. Die Zahl der Wawinsa (s.d.) muß auf gegen 15 000 geschätzt werden, was bei den 5560 qkm von U. die durchschnittliche Volksdichte 3 ergibt. Tatsächlich ist nur das Haupttal und seine Umgebung bevölkert. Der Ackerbau ist noch wenig intensiv, die Zahl des Kleinviehs gering. Rinder fehlen der Tsetse wegen ganz. U. gehört zum Bezirk Udjidji.

Uhlig.