Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 593

Uschaschi, Sammelname für einige kleine von Waschaschi (s.d.) bewohnte Landschaften Deutsch-Ostafrikas am Victoriasee im N und W des Spekegolfs, die insgesamt ungefähr 4000 qkm groß sind. U. ist aus kristallinen Gesteinen aufgebaut, hauptsächlich aus Granit; daneben kommen Gneis und alte Schiefer vor. In U. scheinen ostwestliche Brüche aufzutreten (s. Victoriasee); die versenkte Ruwananiederung im S steht im Gegensatz zu dem nördl. Bergland. U. ist ziemlich wasserreich, fruchtbar und gut angebaut. Der Viehstand ist mäßig. Nach O zu ist das Land wildreich. Die Zahl der Waschaschi (s.d.) ist etwa 30 000, die Volksdichte des Landes ist danach 7 1/2. An der Nordgrenze von U. wurde Gold gefunden (vgl. Ungruimi, Majita, Ikoma).

Uhlig.