Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 588

Usafua, Landschaft im SW von Deutsch-Ostafrika, deren 3400 qkm zum größten Teil dem abflußlosen Gebiet des nw. gelegenen Rukwa (s.d.) angehören, zum kleinern nach dem Großen Ruaha hin entwässert werden. Die Südhälfte von U., Nieder - U., ist das Tal des oberen nördl. Ssongwe (s.d.), der mit seinen Nebenquellen vom Nordhang des jungvulkanischen Riegels herabkommt, der die Verbindung der Gräben des Njassa, Rukwa und Ruaha sperrt. Wo die Brüche, die die beiden letztern nordwärts begrenzen, sich treffen, schneiden sie eine dreieckige, horstartige Gneisscholle aus, auf der Ober - U. liegt. Sie gipfelt im Mbeja in 2880 m Mh. An seinem Fuß liegt die Herrnhuter Station Utengule etwa 1400 m ü. d. M., mit 807 mm Regen (dreijähr. Mittel). U. ist im übrigen noch sehr wenig bekannt. Die Zahl seiner Bewohner, der Wasafua (s.d.), wurde 1911 zu 9500 angegeben, dürfte aber nach andern Schätzungen vielleicht 70 % größer sein. Erstere Zahl würde etwa der Volksdichte 3 entsprechen.

Literatur: F. Fülleborn, Das deutsche Njassa und Ruwumagebiet, Berl. 1906.

Uhlig.