Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 570

Ukinga, Landschaft von Deutsch-Ostafrika, die den größten Teil der Nordkälfte des Livingstonegebirges (s.d.), hauptsächlich im W, einnimmt. Ohne den Steilabsturz zum Njassa (s.d.) ist U. etwa 2800 qkm groß. Die Zahl der Bewohner, der Wakinga (s.d.), wurde 1911 zu gegen 16 700 angegeben, ist aber wahrscheinlich über 20 000. Gilt letzteres, so ist die Volksdichte 7. Das Land ist gut angebaut, besonders mit Eleusine, Bataten, Tabak (s.d.); Bananen gedeihen nur in den tieferen Lagen. Neuerdings kultivieren die Eingeborenen auch Weizen, Roggen, Hafer und Kartoffeln. Es ist viel Kleinvieh vorhanden; die Rinder sind nicht zahlreich. U. gehört zum Bezirk Langenburg (s.d.). - In U. liegen Muakete (s. Langenburg) und Tandala (s. Livingstonegebirge).

Literatur: S. Langenburg, Livingstonegebirge und Njassa.

Uhlig.