Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 565

Ugala, der größte Nebenfluß des Mlagarassi (s.d.) und die Landschaft sw. vom Fluß. Letztere ist ein 9700 qkm großes Stück des zentralen Hochlands von Deutsch-Ostafrika. Die sanftwelligen Hochflächen entfernen sich nirgends weit von der ungefähr 1100 m betragenden Mittelhöhe. U. ist in der Hauptsache Urgesteinsland und mit dichtem Trockenwald, teils auch mit sekundärer Buschsteppe bedeckt. Die Regenmengen dürften im Durchschnitt über 800 mm betragen. U. ist noch recht wenig bekannt. Etwa 4000 arme Wagala, zu den Wanjamwesi gehörige Bantu, die den Wakawende (s.d.) nahe verwandt sind, bevölkern das Land. Sie wohnen am Ugala - Fluß (s. Mlagarassi) verhältnismäßig dicht, sind aber sonst sehr dünn zerstreut (Durchschnittsdichte 0,4). Mais, Sorghum und Erdnüsse werden hauptsächlich angebaut. Vieh ist nicht vorhanden.

Uhlig.