Tuberkulose der Tiere. T. kommt außer beim Menschen auch bei Tieren, insbesondere beim Rinde und Schweine, seltener beim Pferde, Schale und bei der Ziege vor. Die Krankheitserscheinungen bei der T. sind verschieden, je nach dem Sitzt der Krankheit. Allen Erkrankungsformen ist gemeinsam fortschreitende Störung der Ernährung, ferner Rauhund Glanzloswerden des Haarkleides und der trauernde Blick der erkrankten Tiere. Bei Lungen - T. beobachtet man außerdem Husten, bei Darm - .T., die im übrigen selten ist, andauernden Durchfall, bei. Gebärmutter - T. Umrindern oder unregelmäßiges Rindern und einen schleimig - eitrigen Ausfluß aus der Scham, bei der Euter - T. harte, schmerzlose Anschwellung eines. oder mehrerer Euterviertel. In zweifelhaften Fällen, ferner bei Tieren, die noch keine sichtbaren Erscheinungen der T. zeigen, kann das Vorhandensein der Erkrankung durch die Einspritzung von Tuberkulin (s. d.) nachgewiesen werden. Bestimmte Formen der T. des Rindes (offene Lungen - T., Euter-, Gebärmutter- und Darm - T.) unterliegen im Deutschen Reiche der Anzeigepflicht und veterinärpolizeilichen Bekämpfung. In den Kolonien, in denen die T. beim Rinde und bei den übrigen Tieren noch nicht heimisch ist, sind die strengsten Maßnahmen zur Fernhaltung tuberkulöser Tiere aus dem Ausland geboten. Es empfiehlt sich, nur solche Tiere zuzulassen, die sich bei der klinischen Untersuchung und bei der Anwendung der Tuberkulinprobe als vollkommen unverdächtig erweisen.

v. Ostertag.