Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 528 f.

Tomaten, die bekannten, in den letzten Jahren auch in Deutschland mehr und mehr eingeführten Früchte von Solanum lycopersi cum. Die Pflanze stammt aus Südamerika, ist einjährig und läßt sich mit gutem Erfolg in den Tropen kultivieren, besonders in trockeneren, etwas höher gelegenen Gegenden. Sie verlangen gut bearbeiteten und entwässerten Boden. Die Anzucht erfolgt am besten in kleinen Töpfen. Die Pflanzen müssen unter Schnitt gehalten werden, um den Fruchtansatz zu befördern. Man pflanzt die etwa 15 cm großen Sämlinge entweder auf Beete und überläßt sie sich selbst, oder man zieht sie an Spalieren. Sollte kurz vor der Reife Regenwetter einsetzen, so pflücke man die Früchte und lasse sie im Hause in der Sonne nachreifen. Als gute Varietäten werden Conqueror, Sutton's, Peach Bloom, Sutton's Perfection, Hathway's Excelsior u. a. empfohlen. Der Geschmack der T. gewinnt in den Tropen und Subtropen an Lieblichkeit, so daß sie gern roh gegessen werden.

Literatur: Macmillan, A handbook of tropical gardening and planting. Colombo 1910 (Cave & Co.). - W. Kolbe, Gemüsebau in den Tropen und Subtropen. Berl. 1911 (Süsserott).

Voigt.