Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 462 f.

Taute, Max Reinhold, Dr. med., Stabsarzt in der Ksl. Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, geb. am 22. Okt. 1878 in Ulm, a. D. Studierte auf der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen und befand sich dann von 1901 - 1907 in Kgl. württemb. Militärdiensten. Von 1904 - 1907 zum Ksl. Gesundheitsamt nach Berlin kommandiert; während dieser Zeit hauptsächlich auf dem Gebiete der Tuberkulose bakteriologisch tätig. Oktober 1907 Übertritt zur Ksl. Schutztruppe für Deutsch -Ostafrika; seit dieser Zeit ununterbrochen mit der Erforschung und Bekämpfung der Schlafkrankheit (s.d.) beschäftigt. Lieferte den Nachweis der Möglichkeit einer Übertragung der Schlafkrankheit durch die gewöhnliche Tsetsefliege und studierte die Bedeutung des afrikanischen Wildes für die Verbreitung der Schlafkrankheit. Schriften: Trypanosomenstudien (zusammen mit Prof. Dr. F. K. Kleine), Arbeiten a. d. Ksl. Gesundheitsamte, 1911; Experimentelle Studien über die Rolle der Glossina morsitans bei der Verbreitung der Schlafkrankheit, zwei Abhandlungen, Zeitschr. f. Hygiene und Infektionskrankheiten, 1911 und 1912; Zur Morphologie der Erreger der Schlafkrankheit am Rovumafluß (Deutsch-Ostafrika), Zeitschr. f. Hygiene und Infektionskrankheiten, 1913; Untersuchungen über die Bedeutung des Großwildes und der Haustiere für die Verbreitung der Schlafkrankheit, Arbeiten a. d. Ksl. Gesundheitsamt, 1913.