Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 442

Swartboihottentotten, einer der hottentottischen Urstämme (s. Hottentotten). Die S. saßen vor der Einwanderung der aus der Kapkolonie eindringenden Orlamstämme des gelben Volkes im jetzigen Bastardgebiet in Deutsch-Südwestafrika, wo 1845 eine Missionsstation für sie an gelegt wurde. Zur Zeit der von dem Afrikaanerstamm, geführten Kämpfe (s. Afrikaaner) wanderten sie aber aus. Ein Teil ließ sich in Ameib nieder, verlor indessen diese Sitze wieder in dem 1880 beginnenden Kriege zwischen den Hottentotten und den Herero (s.d.). Sie zogen sich in das Kaokoveld zurück. Hier führten sie ein unruhiges Leben; die Folge der durch sie verursachten öfteren Unruhen war ein Kleinkrieg, der 1897 begann und nach mancherlei Mühen 1898 glücklich beendet wurde. Die Reste des Stammes wurden darauf nach Windhuk gebracht.

Dove.