Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 439

Suluaffen, Vulgärbezeichnung für alle diejenigen Völkerschaften des Südens von Deutsch- Ostafrika, die infolge des siegreichen Eindringens der zu den Sulu (s.d.) gehörigen Wangoni (s.d.) um die Mitte des 19. Jahrhunderts es vorzogen, an die Stelle des bis dahin gebrauchten unwirksamen Wurfspeeres und von Bogen und Pfeil die Bewaffnung und den phantastischen Kriegsputz der Wangoni anzunehmen, hier und da, wie bei den Wahehe (s.d.), auch den Sturmangriff in geschlossener Front. Außer den Wahehe sind solche S. auch die Wassangu (s.d.) und Wabena (s.d.), sowie zahlreiche Splitter der von den Wangoni versprengten Stämme, die auf diese Weise wieder zu Macht und Ansehen zu kommen hofften.

Literatur: Weule, Sulu und Suluaffen. Beilage z. Allgem. Ztg. München 1897. Nr. 14, 15.

Weule.