Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 366

Skolopender, die größten Vertreter einer Gruppe von Gliederfüßern, die man ihrer zahlreichen Beine wegen (s. Tafel 191/92 Abb. 9) Hundertfüßer oder gar Tausendfüßer nennt (s.d. und Tierformen). Wie ihre mächtigen Freßwerkzeuge erwarten lassen, leben die S. vom Raube, und zwar gehen sie nachts auf Beute aus. Bei Tage finden sie mit ihrem flachgedrückten Körper in engen Höhlungen, unter Steinen usw. Unterschlupf. Vor dem Ende der Kieferklaue mündet eine Giftdrüse aus. Die schlimmsten Feinde des S. sind, krötenartige Frösche, in Neuguinea die Arten der Gattung Cornufer. Einige S., z.B. Scolopendra morsitans (s. Tafel 191/92 Abb. 9), sind Tropenkosmopoliten und werden in unsern sämtlichen Kolonien gefunden.

Literatur: K. Kraepelin, Revision der Skolopendriden. Hamb. 1903 (Mitt. naturw. Mus. XX).

Dahl.