Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 324

Schwämme, die niedersten mehrzelligen Tiere des Wassers (s. Pflanzentiere). Sie nähren sich von fein zerteilten organischen Stoffen, welche durch Wimperung in kleine Poren eingestrudelt werden. Durch weniger zahlreiche größere Poren wird das Wasser wieder ausgestoßen. S. kommen im Süßwasser wie im Meere vor. Im Meere sind sie allgemein verbreitet und finden sich zahlreich an den Küsten aller unserer Kolonien. Man teilt die S. ein in Kiesel - S., Kalk - S. und Horn - S., je nachdem ihr Skelett aus Kiesel- oder Kalknadeln oder aus Hornfasern besteht. Die als Badeschwämme verwendbaren Arten sind Horn - S. An den Küsten unserer Kolonien kommt keine Art vor, die im Handel eine Bedeutung erlangt hätte.

Dahl.