Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 299 f.

Schliefer, Procavia oder Hyrax, Gattung der Huftiere (s.d.), mit den Untergattungen Dendrohyrax, Baumschliefer, Heterohyrax, Steppenschliefer, und Hyrax, Klippschliefer, kleine Säugetiere bis höchstens zur Größe eines Kaninchens; sie haben kurze mit breiten Kuppennägeln versehene Zehen, vorn jederseits 4, hinten 3, deren weiche Sohlen durch tiefe Rinnen polsterartig geteilt sind. Im Oberkiefer stehen vorn 2, durch einen Abstand getrennte, schwach gebogene, an Nagezähne erinnernde Zähne, im Unterkiefer 4 Schneidezähne. Eckzähne sind nicht zu erkennen, die Backzähne erinnern an diejenigen der Nashörner. Ein Schwanz ist nicht sichtbar. Schl. leben sowohl auf Bäumen, als auf der Erde und in Höhlen je nach der Art. Man kennt sie aus Palästina und aus Afrika mit Ausnahme der Nordküste. Aus Togo sind bisher nur Klippschliefer (Pr. kerstingi) bekannt geworden, aus Kamerun Baumschliefer aus den Urwaldgebieten. Klippschliefer aus den Grasländern, aus Deutsch-Südwestafrika nur Klippschliefer und Steppenschliefer, aus Deutsch-Ostafrika alle 3 Formen. Es gibt eine große Zahl verschiedener Rassen.

Matschie.