Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 291 f.

Schirmbaum (s. Tafel 179), Bosenge (Duala) Musanga Smithii R. Br., Familie Moraceen, großer Baum von 20 und mehr Metern Höhe, mit großen vielfingerigen, Blättern und hellfarbigem Stamm, der an der Basis oft Stelzwurzeln entwickelt, dioezisch. Die männlichen Blütenstände sind gabelig verzweigte Sträußchen, deren Ästchen in kugeligen Blütenköpfchen enden; die weiblichen erinnern im Umriß etwas an eine getrocknete Feige und liefern eine Sammelfrucht, deren Samen wohl durch Vögel verbreitet werden. Der Baum schießt im Kameruner Küstenwald auf Lichtungen in Menge auf und wird so zu einer Charakterpflanze des sekundären Waldes, wie er in Togo zu den Charakterpflanzen des Bergwaldes gehört. Sein lichter Schatten scheint den Graswuchs zu hemmen und so das Aufkommen neuen Waldes zu befördern. Sein Holz ist sehr leicht, schwach rötlich und etwas seideglänzend, der Längsschnitt faserig. Es kann zu Zellulose verarbeitet werden. Klemm (Tropenpflanzer, Beihefte 1909 p. 47) findet es für feinere Papiere, bei denen es mehr auf Gleichmäßigkeit als 'auf Festigkeit ankommt, auch für Kunstseide brauchbar. Abb. des Holzes s. Nutzhölzer.

Büsgen.