Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 260

Schattenbäume, Bäume, deren Schatten für einen bestimmten Zweck erwünscht ist, einmal um Wege, Straßen, Versammlungsplätze, zum andern um Kulturpflanzen besonderer Art vor Sonnenbrand zu schützen. S. für Straßen sollen einen möglichst dichten Schatten geben und, wenn es sich um tropische Gegenden handelt, womöglich das ganze Jahr über. Von S., die in der Plantagenwirtschaft verwandt werden, verlangt man, daß sie eine gewisse Menge Licht durchpassieren lassen, so daß die unter ihnen wachsenden Kulturpflanzen (Kaffee, Kakao, Kautschukbäume) sich auch immer noch ausreichend zu ernähren vermögen. Sie dürfen ferner nicht etwa gerade zu der Zeit kahl stehen, wo die Sonnenglut ihren höchsten Grad erreicht. Beides bewirkt, daß sich verhältnismäßig nur wenige Bäume als S. für Plantagen eignen. Es sind in der Mehrzahl Leguminosen, deren Laub fein gefiedert oder in gröbere Absehnitte zerteilt ist, so Erythrina-, Albizzia- und Gliricidiaarten. In den Kaffeeplantagen Ostafrikas - hat man mit der Grevillea robusta, einer Proteacee, gute Erfahrungen gemacht.

Volkens.