Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 193

Ruhuhu, der größte aus Deutsch-Ostafrika in den Njassa (s.d.) strömende Fluß. Sein Einzugsgebiet ist 14200 qkm groß, seine Länge beträgt 330 km. Er entspringt in etwa 2200 m Mh. wenig südlich des Rufiji (s.d.), in der Landschaft Mbejera (s.d.), fließt in großen Krümmungen erst nach SO. In der Mitte seines Laufes wendet er sich nach SW und tritt nun bald in den R.graben und damit in das Tafelland ein, das aus Sandstein der Karruformation (s.d. und Njassa) aufgebaut ist. Hier mündet von rechts der größte Nebenfluß, der Tschetewaka. R. und R. - Graben verlaufen zuletzt senkrecht zum Njassa (s.d.); sie sind der gegebene Zugang zum See. Am Nordende des flachen, fruchtbaren Schwemmlandkegels, den der R. in den See vorgetrieben hat, liegt Wiedhafen (s.d.).

Uhlig.