Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 87

Pongwe. 1. Stamm von Bantunegern an der Küste Westafrikas zwischen der Mündung des Ogowe bis zur Coriscobai. Sie sind die Überbleibsel größerer Stämme, die von den Fang (s.d.) auf ihrem Drängen vom Innern zur Küste überwältigt oder aufgesogen wurden. Jetzt sitzen nur noch einige Reste an beiden Seiten der Gabunbucht, sowie weiter südlich. Sie sollen nach Avelot erst im 17. Jahrhundert vom oberen Ngunié gekommen sein. Sprachlich gehören sie zu einer großen Gruppe, zu denen auch die Bakota gehören. Sie haben sich sehr mit den anderen Rassen. gemischt. Sie sind gute Jäger, Fischer und Schiffer, haben eine schöne Gestalt und angenehme Gesichter. Sie haben keine Tatauierung und unterscheiden sich dadurch von den anderen Völkern.

- 2. Berg in Deutsch-Ostafrika, s. Usigua.

Passarge - Rathjens.