Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 117

Pützen. Unter dem holländischen Wort Pütz, Pl. Pützen (deutsch Pfütze), versteht man in Südwestafrika ursprünglich eine künstlich angelegte Wasserstelle, wie sie namentlich in den Betten tiefgründiger Trockenflüsse vorhanden waren. Besonders die Herero hatten zur Zeit ihres starken Viehbesitzes in dem an natürlichen Wasserstellen weniger reichen Flachlande des Nordens, aber auch in anderen Gegenden zahlreiche P. in Gebrauch. Durch Tiefe und Ergiebigkeit zeichneten sich diese namentlich im Lauf des großen Omuramba u. Omatako (s.d.) und im obersten Laufe des nach Osten gerichteten Eiseb (s.d.) aus. Unter Umständen wurden indessen auch andere Arten von Wasservorkommen so benannt, u.a. die östlich von Otjimbingue in Felsbänken liegende Quaipütz, d.h. "schlechte Pütz".

Dove.