Deutsches Kolonial- Lexikon(1920), Band II, S. 684

Ordnungsstrafen sind Warnung, Verweis, Geldstrafe. Letztere können bei besoldeten Beamten bis zum Betrage des einmaligen Diensteinkommens, bei unbesoldeten bis zu 90 M steigen. Geldstrafe kann mit Verweis verbunden. werden. Vor. der Verhängung von O. ist dem Beamten Gelegenheit zu geben, sich über die ihm zur Last gelegte Verletzung seiner amtlichen Pflichten zu verantworten. Die Verhängung erfolgt unter Angabe der Gründe durch schriftliche Verfügung oder zu Protokoll; es findet nur Beschwerde im Instanzenzuge statt (§§ 82 f RBG.). Wegen der Zuständigkeit zur Verhängung von O. s. Disziplinargewalt. Eine besondere Art der O. sind die Exekutivstrafen (s.d.).

v. König.