Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 664

Nutzhölzer. Die bekanntesten N. der deutschen Schutzgebiete sind unter ihren Namen und im Artikel Forstwesen behandelt. Es kommen in den Schutzgebieten Hölzer von der verschiedensten Qualität vor, von denen erst ein kleiner Teil in seiner Brauchbarkeit erkannt ist. Nicht selten wissen wir auch nicht, von welchen Pflanzen die Hölzer stammen. Die tropischen Wälder enthalten zahlreiche mittelharte und harte Holzarten; es fehlt indessen auch nicht an Weichhölzern, von denen z.B. Ceiba pentandra, Musanga Smithii und Alstonia congensis in Kamerun, die Usambarazeder und Podocarpusarten im Bergwald Deutsch-Ostafrikas häufig sind. In Deutsch-Südwestafrika sind namentlich langsamwüchsige harte Hölzer zu Hause, so zahlreiche Akazien und ein Ebenholzbaum: Euclea pseudoebenus. Zu sicherem Erkennen der Nutzhölzer ist neben Farbe und sp. Gewicht oder Härte die Zeichnung des Querschnittsfläche wichtig (s. Tafel 154 u. Abb. auf Seite 663). S. a. Bauholz.

(Abb. S. 663)

Literatur: Außer der im Artikel Forstwesen angegebenen Literatur können zur Orientierung dienen: Das deutsche Kolonialreich v. H. Meyer. Engler, Die Pflanzenwelt Afrikas, Bd. I, Gewerbliche Materialkunde hersg. v. Krais, Bd. I, Die Hölzer v. Wilhelm, F. Krais, Stuttg. 1910. - Notizblätter des Bot. Gartens und Museums zu Berlin- Dahlem. Appendix XXI, XXII. - Hubert Winkler, Botanisches Hilfsbuch f. Pflanzer usw. Wismar. Hinstorff 1912.

Büsgen.