Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 647

Newala (Nevala), kleine Landschaft Deutsch- Ostafrikas, an der SW-Ecke des Makonde- (s.d.) Hochlandes, reicht über dessen Landstufe hinab gegen das Tal des Rowuma hin, In N-S-Richtung wird N. von vielen kleinen Nebenflüssen des Rowuma durchströmt, die in der Regenzeit wasserlos sind. Aber auch dann hat N. mit seinen zahlreichen Quellen keinen Wassermangel. Die Niederschläge dürften etwa 900 mm betragen. Die Bewohner von N. sind hauptsächlich Wajao (s.d.). Die Station der Universities' Mission lag früher in 710 m Höhe am oberen Rand des Plateaus, jetzt mitten in der Landschaft, 260 m ü. d. M. Hier befindet sich auch eine Nebenstelle der Verwaltung des Bezirks Lindi (s.d.) mit 20 Mann Polizeitruppe. An der SW-Grenze von N., 10 km n. vom Rowuma, liegt Luisenfelde, wo einige Jahre lang die dort in sehr großen Mengen vorkommenden, besonders schönen Granaten abgebaut wurden. Alles in allem wurden etwa 15000 kg gefördert. Seit 1909 ist der Betrieb eingestellt.

Uhlig