Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 598

Mukondokwa, Tal und Fluß in Deutsch-Ostafrika. Der M. verläßt bei Kilossa das Ussagara- Hochland und mündet bald in den Mkata (s. Mkataebene und Wami). - Das sö. gerichtete Tal ist die wichtigste Eingangspforte zum zentralen Hochland, ihm folgte die Karawanenstraße nach Tabora, heute die Zentralbahn. 40 km oberhalb Kilossa ist das Tal zur Trockenzeit wasserlos. Aber in der Regenzeit strömt das als Schemu in Burungi (s. Irangi) entspringende Gewässer als Kinjasungwi (d. i. ein wenig gesalzen) in einem Graben (s. Schollenland) durch Ost- Ugogo südwärts, biegt dann nach SO um, durchfließt den Nsuësee, füllt schließlich den Gombosee. In regenreichen Jahren entleert sich dieser zum M. Von der Schemuquelle bis zur Mündung in den Mkata sind es 310 km. Der eigentliche Oberlauf des M. ist der von S her kommende, stets Wasser führende Romuma. - Im Mukondokwatal liegt der alte Herrschersitz von Ussagara: Mwini Ssagara oder Msagara, wo am 4. Dez. 1884 Peters (s.d.) den ersten Schutzvertrag abschloß.

Literatur s. Ussagara.

Uhlig.