Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 587

Mombasa, wichtigste Hafenstadt von Britisch-Ostafrika, war dessen Hauptstadt, bis Nairobi 1906 an diese Stelle trat. M. ist mit etwa 27000 Einwohnern, darunter 130 Europäern, die größte Stadt der Kolonie. Die Stadt liegt auf einer 13 qkm großen Insel, die fast rings von Creeks (s. d.) umgeben ist. Das Fort, jetzt Gefängnis, und viele Ruinen erinnern an die Portugiesenzeit. Die Creeks dienen als Hafen; der alte Hafen liegt an der O-Seite bei der Stadt M., der neue, sehr geschützt, viel größer, bei Kilindini an der W-Seite der Insel. Auf die Piers dieses Hafens führen die Schienen der Ugandabahn (s.d.), hinab; für den Personenverkehr ist die Stadt M. der Endpunkt.

Literatur: Ch. Eliot, The East-Africa Protectorate, Lond. 1905. - A. G. Anderson, Our Newest Colony, Nairobi 1910. - Ferner s. Sansibar. Karten: Port Mombasa with Ports Kilindini etc., 1:12200, Admiralty Chart 666, London 1909.

Uhlig.