Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 585

Mlahi, eine Landschaft des Vorlandes von Deutsch-Ostafrika. (s.d. 5), die sich binnenwärts von Makonde (s.d.) und Muera (s.d.), zwischen der Landschaft Madjedje (s.d.) und dem Mbemkuru (s.d.) über annähernd 5000 qkm erstreckt. M. ist etwa gleichbedeutend mit Makuasteppe, doch wird letzterer Begriff noch weiter nach W ausgedehnt. Der Aufbau von M. ist derselbe wie von Madjedje; in der Trockenzeit ist M. noch wasserärmer. Der Wildstand ist ziemlich reich; ihn nützen die Makua (s.d.), die sehr spärliche Bevölkerung des Gebietes, zu der noch wenige Wamuera (s.d.) kommen. Ganz im W des Bezirks Lindi (g.d.), in dem Teil der Makuasteppe, der nicht mehr zu Mlahi gerechnet wird, liegt die Bezirksnebenstelle Tunduru, 825 m ü. d. M., südlich vom Mohesi, der zum Rowuma fließt.

Literatur: H. Oberländer, Eine Jagdfahrt nach Ostafrika. Berl. 1903.

Uhlig.