Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 556

Milben oder Acariden nennt man eine sehr artenreiche Gruppe von kleinen Spinnentieren (s.d.). Zu den kleinsten M. gehören die parasitisch auf Säugetieren und dem Menschen lebenden Räude- und Krätze-M. Ferner gehören dahin die (nicht nur auf Käse< sondern) auf animalischen Stoffen aller Art, oft massenhaft, auftretenden Käse-M. und die in vegetabilischen Stoffen ebenso häufigen Mehl-M. Beide sind mit dem Menschen sehr weit verbreitet und dürften in keiner unserer Kolonien fehlen. Zu den größten M. gehören die parasitisch auf Wirbeltieren lebenden Zecken (s.d.) und die großen roten Erd-M. (Trombidium tinctorium), welche im tropischen Afrika nach einem Regen oft in Massen erscheinen.

Dahl.