Mgunda mkali (Kisuaheli = böses Feld) nannten die auf der großen zentralen Straße Deutsch- Ostafrikas nach Tabora (s.d.) ziehenden Trägerkarawanen die Gegend von Kilimatinde (s.d.) an über fast 200km bis drei Tagereisen vor Tabora. Die sehr ausgeprägte Trockenzeit mit ihrem Wassermangel hat in erster Linie zu dieser Bezeichnung geführt; aber auch die Güsse der Regenzeit wirken verkehrshemmend, da auf der flachwelligen Hochebene das Wasser schlecht abläuft. Vom März bis Mai lassen sich die zum Wembäre (s.d.) abfließenden Bäche meist nur auf Booten bewältigen. Es herrscht kontinentales Passatklima (s. Deutsch-Ostafrika 4) mit einer Regenmenge von etwa 600 mm. Die Vegetation des Gebietes ist Buschsteppe aller Art, unterbrochen von Trockenwald (s. Deutsch-Ostafrika 6), seltener von Grassteppe. Das Gebiet ist nur dünn bewohnt. Heute läuft die Zentralbahn mitten durch die M. m.

Uhlig.