Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 532

Mbejera, richtiger Mbejera's, d. i. das Gebiet des Häuptlings M., nimmt den Südwesten der Landschaft Ubena (s.d.) in Deutsch-Ostafrika im weiteren Sinn ein. M. ist ein Teil des Ostafrikanischen Randgebirges von etwa 1800 m Mittelhöhe, bildet dessen Grenze nach der im Livingstonegebirge (s.d.) erheblich höheren Umrandung des Njassa. Über den Aufbau ist ganz wenig bekannt. Urgestein dürfte vorherrschen. Die Formen sind stark zerschnitten. Die Station Jacobi (Pangire) der ev. Berliner Missionsgesellschaft hatte 1080 mm Regen im dreijähr. Mittel, was etwa dem Durchschnitt des Landes entsprechen dürfte. Hochgebirgsbusch mit Bambus und Weideland herrschen vor. Der erhebliche Viehbestand von M. wurde durch den Aufstand 1905 vernichtet. Die Bewohner, meist Wamawemba (s.d.) sind fleißige Ackerbauer. Besonders werden viel Hülsenfrüchte angebaut. Die Bewohnerzahl wird auf gegen 9000 geschätzt, so daß die Volksdichte des 2600 qkm großen M. 3-4 beträgt.

Uhlig.