Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 526

Matengohochland, Deutsch- Ostafrika, der Rand des Njassabeckens südlich der vom unteren Ruhuhu (s.d.) durchflossenen Senke bis zur Grenze gegen Portugiesisch-Ostafrika. Mehrere aus Gneis und Granit zusammengesetzte Gebirgszüge streichen dem Njassa parallel, steigen viel weniger schroff von seinen Ufern empor als das Livingstonegebirge (s.d.), erreichen auch nur gegen 2000 m Meereshöhe. Häufig treten gewaltige Anhäufungen von hausgroßen Granitblöcken auf, gelegentlich als Verstecke für Siedelungen benutzt. Die Regenmengen sind reichlich, an den dem See benachbarten Höhen wohl stärker als im Osten, wo sie in Kigonsera, 1140 m ü. d. M., nahe dem das Gebiet ostwärts gegen Ungoni (s.d.) begrenzenden obern Rowuma gelegen, noch 913 mm (achtjähr. Mittel) betragen. Hochgebirgsbusch und grasiges Land bilden hauptsächlich die Vegetation des fruchtbaren und auch für Viehzucht geeigneten Landes, das bisher ganz wenig Vieh hat. Gegen den See hinab wird die Vegetation steppenartiger, dürftiger. Die Zahl der Wamatengo (s.d.) betrug 1912 13400. Sie sind ganz hervorragende Ackerbauer. Die wichtigsten Feldfrüchte sind Mais, Bohnen, Erbsen. In der Nähe des Sees sitzt ein Zweig der Wanjassa (s.d.). Insgesamt wohnen auf den 6000 qkm kaum 25000 Menschen. M. wird gelegentlich zu Ungoni (s.o.) im weiteren Sinne gerechnet. Es gehört jetzt ganz zum Bezirk Ssongea (s.d.).

Literatur s. Njassa.

Uhlig.