Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 503

Marenga mkali (d. i. bitteres Wasser) ist die Bezeichnung eines Hochlandstreifens des östlichen Ugogo (s.d.) in Deutsch-Ostafrika, der von Nordost nach Südwest etwa 120 km lang und, etwa in der Richtung der alten Karawanenstraße von der Küste nach Tabora, 50 km breit ist. Der Boden besteht aus tief verwittertem Gneis. Die Regenzeit bringt zwar etwa 500 mm Niederschläge, aber die Trockenzeit ist sehr intensiv und dauert 7-8 Monate. Dann führt kein Flußbett mehr Wasser. Nur einige wenige Löcher mit übel aussehendem, natronhaltigem Wasser sind vorhanden. Die Hitze wird sehr bedeutend, Karawanen können in Gefahr kommen. Die Vegetation besteht aus dürftigem Busch und spärlichem Grasland, seltener aus Baumgrassteppe. Die M. m. wird im N, wo sie 1200 m Mh. erreicht, vom Kinjasungwi (s. Mukondokwa) durchschnitten, im S vom Umerohe (d.h. Salzfluß) entwässert. Letzterer, ebenfalls periodischer Wasserlauf mündet gelegentlich in etwa 700 m Mh. in den Kisigo (s. Gr. Ruaha). Die M. k. liegt im Bezirk Dodoma (s.d.) und wird jetzt von der Zentralbahn zwischen den Stationen Gulwe und Kikombo durchschnitten.

Uhlig.