Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 452

Leudorf oder Leganga (s. Tafel 115), Ort in Deutsch-Ostafrika am Südhang des Meru (s.d.) in 1250 m Meereshöhe. Das ostafrikanische Besiedlungskomitee der Deutschen Kolonialgesellschaft (s.d.) gründete hier 1906 eine Ansiedlung von Deutsch-Russen; reichsdeutsche Farmer kamen allmählich hinzu. Die Leitung des kleinen Gemeinwesens übernahm A. Leue (s.d.). Jetzt leben hier auf rund 30 qkm gesunden und fruchtbaren Landes etwa 80 Europäer von Ackerbau und Viehzucht. Der Versuch des genannten Komitees ist gut gelungen. Die Regenmenge beträgt 1165 mm im fünfjährigen Mittel. In L. sind Kirche, Schule, Post.

Uhlig.

Literatur:s. Meru.