Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 314

Koankip-Rivier (s. Tafel 108), rechtsseitiger Nebenfluß des Großen Fischflusses (s.d.) in DeutschSüdwestafrika. Das Koankiptal wird in seinem oberen und mittleren Teile durch eine tiefe Senke zwischen den Tafelgebirgen des mittleren Namalandes gebildet. Es zeichnet sich vor demjenigen des genannten Hauptflusses durch seine erheblich, größere Höhe aus; die Tausendmeterlinie, unter welche sich das Tal des Fischflusses bereits unter 25 1/2° s. Br. senkt, schneidet den K. erst um einen vollen Breitengrad südlicher, ein wenig oberhalb des Ortes Bethanien. Durch niedrige Höhenzüge von dem unteren Fischflusse getrennt, mündet der K. erst in unmittelbarer Nähe des Oranje in jenen. Seine Wasserführung ist indessen eine viel geringere als diejenige des Hauptflusses, da sein Quellgebiet in die trockenste Zone des inneren Namalandes fällt.

Dove.