Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 306

Kiwu, apostolisches Vikariat der Weißen Väter (s.d.) in Deutsch-Ostafrika, durch Propagandadekret vom 29. Dez. 1912 neugebildet und teils von Süd-Njansa (Ruanda), teils von Unjanjembe (Urundi und Uha) abgetrennt. Die Teilung war geboten durch die Größe und die ethnographische wie sprachliche Verschiedenheit der Bezirke. Das Vikariat zählt jetzt schon 15 Stationen (Mujanga, Mugera, Issavi, Nsasa, Marienheim, Mibirisi, Ruasa (s. Tafel 188), Marienseen, Kabgaje, Rulindo, Murunda, Rugari, Njarahengeni, Friedberg, Buhoro); 47 Priester, 10 Brüder und 23 Schwestern; 14217 Christen, 9670 Katechumenen und 4927 Jahrestaufen; 74 Schulen mit 182 Katechisten und 7295 Besuchern; 80 caritative Anstalten mit 195416 verpflegten Kranken. Namentlich das alte Königreich Ruanda bietet alle Aussichten zu einer Volkschristianisierung.

Literatur: Afrikabote, Trier, fortlaufend, besonders 1913, 168 f. - Schmidlin, Die Kath. Missionen, Münster 1913, 149.

Schmidlin.