Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 303

Kino, der eingetrocknete, stark gerbstoffhaltige rote Saft der Rinde verschiedener Bäume. Das "echte" Kino stammt von Pterocarpus Marsupium Roxb. (Familie der Leguminosen) aus Britisch-Indien; ähnliche Produkte liefern P. erinaceus Poir. ("GambiaK.") aus dem tropischen Westafrika (auch in Togo), P. Bussei Harms und Derris Stuhlmannii Taub., letztere beiden aus Deutsch- Ostafrika. (Über diese und andere Kinosorten bei Flückiger, Pharmakognosie, 3. Aufl. [1890] S. 226; Schaer, Ber. d. D. Pharmazeut. Ges. 1902 S. 204 ff ; Busse, ebenda 1904 S. 203.) K. findet in der Medizin als adstringierendes Mittel und in der Technik als Farbstoff Verwendung, in Togo sowohl züm Färben von Tüchern wie auch des Körpers. S.a. Farbstoffe.

Busse.