Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 233

Kapuziner (O. C. = Ordo Capucinorum), katholischer Männerorden, eine der bedeutendsten Reformen innerhalb des Franziskanerordens, 1525 von Matthaeus Bassi begründet. Wie früher (im 18. Jahrh. besaß der Orden 525 Missionshäuser), so widmet er sich auch heutzutage eifrig der Heidenmission. Auf je 10 Mitglieder des Ordens kommt ein Missionar. Von den 35 Missionsgebieten liegt das Vikariat der Karolinen, Marianen und Palauinseln (s.d.) in deutschen Kolonialgebieten und wird auch von deutschen Kapuzinern (Rheinisch-Westfälische Ordensprovinz) besorgt. Für die Heranbildung der Missionare haben die Kapuziner in Königshofen (Straßburg) ein Privatgymnasium. Die höheren Studien werden in den betreffenden rheinischwestfälischen Klöstern (Krefeld und Münster) gemacht. Organ: Jahresbericht, Ehrenbreitstein. Hilfswerk: Verein zur Unterstützung der ausländischen Kapuzinernission (KapuzinerMeßbund).

Literatur: Heimbucher, Die Orden u. Kongreg. der Kath. Kirche. Paderborn 1907, II2 387 ff. - P. Kilian Müller, Aus den Missionen der rheinisch-westfäl. Kapuziner-Ordensprovinz auf den Karolinen, Marianen u. Paulauinseln, Jahresbericht, Ehrenbreitstein.

Schmidlin.