Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 143

Kaguru, Landschaft in Deutsch- Ostafrika, ein Teil des Ostafrikanischen Randgebirges (s.d.). Der Abfall nach Südosten zur Wamiebene ist wenig steil. Das etwa 7500 qkm umfassende K. bildet die Verbindung von Ussagara (s.d.) mit Nguru (s.d.). Im Regenschatten des letzteren liegt der verhältnismäßig niedrige nördliche Teil von K. Im Süden dagegen erheben sich die Itumba-Berge angeblich bis zu 2500 m ü. M. An ihren wasserreichen, kühlen Hängen tritt Regenwald auf, weiterhin viel gutes Grasland. Dort dürfte die Quelle des Wami (s.d.) entspringen; nordöstlich von ihnen fließt der Tami mit dem Kitangi, an dem die fruchtbare Mamboja-Senke (s.d.) liegt, zum Wami hinab. Die Zahl der eingeborenen Bevölkerung (s. Wakaguru) wird auf etwa 24000 geschätzt, was einer Dichte von 4 entsprechen würde. Mais, Sorghum, Bananen, Bohnen werden angebaut. Gegen 10000 Rinder und 40000 Stück Kleinvieh sind vorhanden.

Literatur: F. Stuhlmann, Mit Emin Pascha ins Herz von Afrika. Bln. 1894 (318). KolBl. 1909, 218.

Uhlig.