Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 121

Jagdtrophäen, Teile erbeuteten Wildes, welche zur Erinnerung als Zimmerschmuck hergerichtet werden; sie haben nur dann größeren Wert, wenn sie mit genauer Bezeichnung des Tages der Erlegung und des Ortes, wo sie erbeutet wurden, versehen sind. Gehörne von Antilopen werden auf ganzen Oberschädeln immer besser wirken als auf kurz abgeschnittenem Stirnstücken. Jeder Jäger möge daran denken, daß die Rassen des afrikanischen Wildes noch sehr wenig bekannt sind und daß es der Wissenschaft nützen kann, wenn er Schädel aller Arten möglichst mit Unterkiefer und mit sicheren Angaben über den Ort und die Zeit der Erbeutung einem großen zoologischen Museum zugänglich macht. Das Berliner Museum besitzt die vollständigste Sammlung größeren afrikanischen Wildes; seine Lücken auszufüllen, sollten deutsche Jäger bestrebt sein.

Matschie.