Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 114

Issansu, Landschaft in Deutsch- Ostafrika, ein Hochland von durchschnittlich 1500 m Mh., liegt östlich von Iramba (s.d. bes. am Schluß) und gehört zum selben größeren natürlichen Gebiet. I. besteht aus Granit und kristallinen Schiefern, wird nach N und W ebenfalls von Brüchen abgegrenzt. Nach denselben Seiten hin ist die Entwässerung gerichtet. Die westwärts herabströmenden Bäche vereinigen sich in dem Dulumo, der in einer grabenartigen Senke zwischen I. und Iramba nach Norden zum Wembäre- Sibiti (s.d.) fließt. Die durchschnittliche Regenmenge dürfte wenig über 500 mm betragen. Die ursprüngliche Vegetation, Busch-, Dorn- und Grassteppe, ist durch die Kulturen der eingeborenen Wanissansu, tüchtige Ackerbauer und Viehzüchter, großenteils verdrängt. - Das Kulturland umfaßt etwa 250 qkm mit 8- 9000 Bewohnern. Die Gesamtgröße der Landschaft ist etwa 1100 qkm, wenn man das südlich benachbarte kleine Ijambi dazurechnet. In I. liegt Mkalama (s.d.).

Literatur: dieselbe wie zu Iramba (s.d.); ferner E. Obst, Von Mkalama im Land der Wakindiga. Mitt. Geogr. Ges. Hmbg. 1912.

Uhlig.