Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 56

Hemileia vastatrix, ein Rostpilz, der sich durch sog. Uredosporen verbreitet und die Blätter des Kaffeebaums befällt. Er erzeugt erst gelbe Flecke auf diesen und bringt sie schließlich zum Absterben. Bekannt wurde er dadurch, daß er die hochentwickelte Kaffeekultur Ceylons in den achziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts völlig vernichtete und die Pflanzer zwang, zum Teebau überzugehen. Seitdem ist er nie wieder so verheerend aufgetreten, trotzdem es wohl kaum eine Kaffeepflanzung in der Welt gibt, die dauernd von ihm frei bliebe. Sorgfältiges Ablesen und Verbrennen der erkrankten Blätter sowie gelegentliches Bespritzen der Bäume mit Bordelaiser Brühe genügen im allgemeinen, um ihn in Schach zu halten. Ein Schädling bleibt er insofern immer, als er die Ernteerträge herab drückt. S.a. Kaffee.

Volkens.