Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 51

Häute und Felle. Rinderhäute sowie Schaf und Ziegenfelle bilden in unseren Kolonien einen begehrten Artikel, teils für die An fertigung von Kleidungsstücken, Schuhen, Geschirren, Ochsenriemen u. a. m., teils für die Ausfuhr nach Kulturländern. Deutschland führte z. B. 1912 über 200 Mill. kg H. u. F. im Werte von fast 400 Mill. M ein; hiervon lieferten unsere Kolonien 294346 kg im Werte von 391492 M. Die Gesamtausfuhr von H. u. F. aus unseren Kolonien betrug 1912 rund 3,2 Mill. kg im Werte von 4,3 Mill M. In erster Linie kommt hierfür Deutsch-Ostafrika mit 2,9 Mill. kg in Betracht. Die Ausfuhr erfolgt hier überwiegend aus den Ländern westlich vom Victoriasee über die Binnengrenze nach der Ugandabahn; die Fellproduzenten sind ausschließlich die Eingeborenen.

Neumann.